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  • Controlling im Unternehmen

    In der jüngsten Vergangenheit wurden Unternehmungen immer größer und komplexer. Gleichzeitig wurden sie dadurch schwieriger zu steuern. Diese Dynamik beschleunigte sich zunehmend, sodass eine herkömmliche betriebswirtschaftliche Steuerung, wie wir solch eine noch vor fünfzig oder hundert Jahren gewohnt waren, nicht mehr zeitgemäß ist.

    Mit den zunehmenden Anforderungen entwickelte sich eine neue informationsorientierte Managementtheorie – das Controlling. Mithilfe des Controllings versuchen Unternehmungen Informationen so zu verarbeiten, um anhand der gewonnen Erkenntnisse zukunftsgerichtet handeln zu können. Das Controlling ist somit zu einem zentralen Bestandteil / Steuergröße in beinahe jedem Unternehmen geworden.

    Worum es genau im Controlling geht, welche Funktionen es erbringt, sowie auf welchen Gebieten es eingesetzt wird, wird anhand dieser Homepage versucht  zu erklären. Ein kurzer und einfacher Grobüberblick soll hierbei gegeben werden.


  • Center Konzepte

    Center-Konzepte können je nach Umfang ihrer Verantwortlichkeit klassifiziert werden. Die geringste Entscheidungsbefugnis weisen hierbei Cost-Center auf. Sie sind lediglich für die Kosten bzw. daraus abgeleitet für den Produktionsablauf verantwortlich.

    Service-Center, die auch als Expense-Center bezeichnet werden, sind mit den Cost-Centern nahezu gleichzusetzen. Beide sind lediglich für anfallende Ausgaben verantwortlich. Im Gegensatz zur Kostenverantwortung der Cost-Center tragen Service-Center jedoch eine Budgetverantwortung.

    Ein weiteres Center-Konzept, das in der unteren Ebene der Hierarchie anzusiedeln ist, ist das Revenue-Center. Dieser Centertyp wird vor allem im Vertriebsbereich eingesetzt. Da Revenue-Center die Kostenseite nicht beeinflussen können, sind diese lediglich für die Erlösseite verantwortlich.

    Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Center-Konzepten besitzen Profit-Center bereits einen größeren Verantwortungsbereich. Anhand ihrer Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse können sie den Produktionsablauf sowie das Leistungsprogramm steuern. Aufgrund der daraus resultierenden Ergebnisverantwortung können Profit-Center ideal für die Steuerung von Geschäftsbereichen eingesetzt werden.

    Hingegen besitzen Investment-Center die höchste Autonomie unter den gesamten Center-Konzepten. Zusätzlich zu den Befugnissen von Profit-Centern, sind sie auch noch für den Kapitaleinsatz verantwortlich. Neben der Ergebnisverantwortung tragen sie somit auch die Investitionsverantwortung.

    Welche Organisationsform gewählt wird, ist jedem Unternehmen selbst überlassen. Einzelne Center-Konzepte können gemeinsam angewandt werden. So können Profit/Investment-Center zum Beispiel aus Cost-, Service-, oder Revenue-Centern bestehen. Im Endeffekt sollte eine sinnvolle Steuerungsmöglichkeit gegeben sein.

    Divisionale Organisationen besitzen jedoch auch Schwächen. Zuviel Autonomie einzelner Divisionen kann einen ineffizienten Ressourceneinsatz bewirken.     Anhand der Divisionsstruktur können gleichartige Funktionen mehrfach aufgebaut werden. Dies wäre der Fall, wenn ein Unternehmen lediglich aus Profit- oder Investment-Centern bestehen würde und jedes dieser Center eine eigene Einkaufsabteilung besäße. Unter der Annahme, dass die Center beinahe identische Aufgaben erfüllen, würde dies zum Verlust von Spezialisierungsvorteilen bzw. zur doppelten Arbeit führen. Eine weitere Schwäche der Center-Konzepte ist, dass aufgrund der großen Anzahl von benötigten Führungskräften verhältnismäßig hohe Personalkosten entstehen.