• Controlling im Unternehmen

    In der jüngsten Vergangenheit wurden Unternehmungen immer größer und komplexer. Gleichzeitig wurden sie dadurch schwieriger zu steuern. Diese Dynamik beschleunigte sich zunehmend, sodass eine herkömmliche betriebswirtschaftliche Steuerung, wie wir solch eine noch vor fünfzig oder hundert Jahren gewohnt waren, nicht mehr zeitgemäß ist.

    Mit den zunehmenden Anforderungen entwickelte sich eine neue informationsorientierte Managementtheorie – das Controlling. Mithilfe des Controllings versuchen Unternehmungen Informationen so zu verarbeiten, um anhand der gewonnen Erkenntnisse zukunftsgerichtet handeln zu können. Das Controlling ist somit zu einem zentralen Bestandteil / Steuergröße in beinahe jedem Unternehmen geworden.

    Worum es genau im Controlling geht, welche Funktionen es erbringt, sowie auf welchen Gebieten es eingesetzt wird, wird anhand dieser Homepage versucht  zu erklären. Ein kurzer und einfacher Grobüberblick soll hierbei gegeben werden.


  • Break Even Point

    Der Break Even Point ist ein Bestandteil der Break Even Analyse. Diese ist wiederrum dem Kostenmanagement / Kostencontrolling zuzurechnen.

    In der Break Even Analyse versucht ein Unternehmen gewisse Handlungsempfehlungen / Punkte zu ermitteln. Um eine Break Even Analyse durchführen zu können muss man über die Produktkosten und –erlöse Bescheid wissen. Im Hintergrund muss eine Kostenaufgliederung nach fixen und variablen Kosten vorhanden sein. Indem man über diese Informationen verfügt kann man unterschiedliche Szenarien für das Unternehmen berechnen.

    Das am häufigste anzutreffende Szenario ist der Break Even Point. Hier versucht das Unternehmen die Absatzmenge eines bestimmten Produktes zu berechnen, bei welchen es mit diesem Produkt in den Gewinn gerät. Oftmals wird dieser Punkt als Mindestabsatzmenge bezeichnet. Der Break Even Punkt ist somit die Absatzmenge eines Produktes bei dem für das Unternehmen die gesamten Vollkosten gedeckt sind, jedoch noch keine Gewinn erzielt wird.

    Der Break Even Punkt ist ganz einfach zu berechnen. Zuerst muss man die variablen Kosten für ein Produkt ermitteln. Indem man diese vom Verkaufspreis (Erlöspreis) abzieht erhält man den Deckungsbeitrag je Produkt. Die fixen Kosten werden nachfolgend durch den Deckungsbeitrag dividiert. Das Ergebnis stellt die benötigte Anzahl an zu verkaufenden Produkten dar, damit die Vollkosten für das Produkt gedeckt sind. Anders ausgedrückt erzielt das Unternehmen erst einen Gewinn, wenn es mehr Produkte verkauft, als das Ergebnis des Break Even Points ist.

    Der Break Even Point wird gerne als betriebswirtschaftliche Kennzahl gesehen. Vor allem für die Absatzplanung ist er von besonderer Bedeutung. Aus dem Break Even Point lassen sich weitere Kennzahlen berechnen. So kann man zum Beispiel die notwendige Mindestumsatzmenge je Produkt ermitteln.

    In der Regel wird es in einem Unternehmen meist mehrere Produkte geben. Aus diesem Grund bedarf es einer komplexeren Berechnung. Die Gewinnschwelle ist hierbei von der Absatzmenge der jeweiligen Produkte abhängig. Je nach Planung können dadurch unterschiedliche Szenarien ermittelt werden.